
Klimaschutz und Nachhaltigkeit gehören heute zu vielen kommunalen Entscheidungen dazu. Mir ist wichtig, dabei pragmatische und langfristig tragfähige Lösungen zu entwickeln, die Umwelt, Lebensqualität und wirtschaftliche Vernunft zusammenbringen.
Deshalb wird Klimaschutz in Wennigsen zunehmend als gemeinsame Aufgabe von Verwaltung, Politik, Ehrenamt und Bürgerschaft verstanden und Schritt für Schritt weiterentwickelt.
Klimaschutz betrifft viele Bereiche kommunaler Entscheidungen und wird deshalb zunehmend als Querschnittsaufgabe verstanden. Mir war wichtig, dass wir zunächst gemeinsam verlässliche
Grundlagen für zukünftige Entscheidungen schaffen. Deshalb wurden in den vergangenen Jahren das Klimaschutzaktionsprogramm fortgeschrieben, das Umweltprogramm aktualisiert, die
kommunale Wärmeplanung erarbeitet und das Thema Wassermanagement auf den Weg gebracht. An diesen Projekten haben Verwaltung, Politik, Fachbüros und viele weitere Beteiligte
mitgewirkt. Gemeinsam schaffen sie die Grundlage dafür, Klimaschutz, Klimaanpassung und zukünftige Entwicklungen frühzeitig zusammenzudenken und Entscheidungen langfristig aufeinander
abzustimmen.
Entscheidend ist dabei nicht jedes einzelne Konzept für sich, sondern das Zusammenspiel der verschiedenen Bausteine. Klimaschutzaktionsprogramm, Umweltprogramm, kommunale Wärmeplanung
und Wassermanagement ergänzen sich und schaffen gemeinsam eine Grundlage für eine vorausschauende Entwicklung unserer Gemeinde.
Auch organisatorisch wurde das Thema gestärkt. Das Klimaschutzmanagement ist auf Leitungsebene angesiedelt, um Klimaschutzfragen frühzeitig in unterschiedliche Entscheidungsprozesse
einzubinden.
Darüber hinaus wird bei politischen Vorlagen und Entscheidungen inzwischen regelmäßig betrachtet, welche Auswirkungen Maßnahmen im Hinblick auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit haben
können. Ziel ist es, Klimaschutz bei kommunalen Entscheidungen grundsätzlich mitzudenken und praktische Lösungen frühzeitig einzubeziehen.
Nachhaltigkeit zeigt sich dabei nicht nur in großen Projekten, sondern auch in vielen kleineren Entscheidungen und Veränderungen im Alltag. Dazu gehören digitale Arbeitsabläufe,
papierärmere Prozesse oder praktische Maßnahmen zur Ressourcenschonung in Verwaltung und öffentlichen Einrichtungen.
Dabei ist mir wichtig, Klimaschutz nicht gegeneinander auszuspielen. Nachhaltigkeit lebt nicht von gegenseitigen Vorwürfen, sondern davon, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen und
Schritt für Schritt Veränderungen möglich zu machen.
Der Umgang mit Wasser und die Anpassung an veränderte klimatische Bedingungen gewinnen zunehmend an Bedeutung.
Deshalb wurde eine Arbeitsgruppe Wassermanagement eingerichtet, in der Verwaltung, Politik und Bürgerschaft gemeinsam an Lösungen und zukünftigen Entwicklungen arbeiten.
Dabei geht es nicht nur um den Schutz vor Starkregen. Ebenso wichtig sind längere Trockenperioden, Hitze und die Frage, wie Wasser künftig besser zurückgehalten, gespeichert und
genutzt werden kann. Gerade für eine Gemeinde wie Wennigsen ist es sinnvoll, diese Themen gemeinsam zu betrachten und frühzeitig Vorsorge zu treffen.
Aktuell bereiten wir Förderanträge vor, um gemeinsam mit Fachbüros die notwendigen Grundlagen für ein langfristiges Wassermanagement zu schaffen. Erst auf dieser Basis sollen konkrete
Maßnahmen entwickelt und Schritt für Schritt umgesetzt werden.
Ziel bleibt es, auf einer belastbaren Grundlage ein langfristiges Wassermanagement für die gesamte Gemeinde zu entwickeln. Dabei sollen Starkregen, Trockenperioden, Hitze und der
Rückhalt von Wasser künftig nicht isoliert betrachtet, sondern gemeinsam mit Verwaltung, Politik, Fachleuten und Bürgerschaft als Teil einer vorausschauenden Gemeindeentwicklung
mitgedacht werden.
Mit der Klimameile gibt es in Wennigsen ein besonderes gemeinschaftliches Projekt, das Klimaschutz mit Begegnung und Beteiligung verbindet.
Die Veranstaltung wird gemeinsam von Wennigsen for Future, der Kirche, dem Kloster und der Gemeinde sowie vielen weiteren Unterstützerinnen und Unterstützern getragen und findet
regelmäßig als offenes Familienfest statt.
Für mich ist die Klimameile ein gutes Beispiel dafür, wie kommunale Projekte gelingen können: Unterschiedliche Menschen und Organisationen bringen ihre Ideen ein, arbeiten zusammen
und entwickeln gemeinsam praktische Lösungen.
Dabei geht es bewusst nicht um den erhobenen Zeigefinger, sondern darum, Menschen zusammenzubringen, praktische Ideen sichtbar zu machen und Klimaschutz mit Gemeinschaft, Kultur und
Mitmachangeboten zu verbinden.
Die Klimameile zeigt, dass Klimaschutz nur langfristig gelingen kann, wenn er breit gesellschaftlich getragen wird. Ziel ist es deshalb, Menschen mitzunehmen, zum Mitmachen zu
motivieren und gemeinsam Schritt für Schritt Veränderungen möglich zu machen.
Auch kommunale Gebäude und technische Infrastruktur spielen beim Klimaschutz eine wichtige Rolle.
Deshalb werden Maßnahmen zur Energieeinsparung und Modernisierung Schritt für Schritt weiterentwickelt. Dazu gehören unter anderem die Weiterentwicklung der Kläranlage,
Energieeinsparmaßnahmen sowie die Vorbereitung weiterer Photovoltaikprojekte auf kommunalen Gebäuden.
Ein weiterer wichtiger Baustein ist die kommunale Wärmeplanung. Sie schafft eine langfristige Orientierung für die zukünftige Wärmeversorgung in unserer Gemeinde. Mir ist wichtig,
dass Bürgerinnen und Bürger dadurch frühzeitig Planungssicherheit erhalten. Die Wärmeplanung verpflichtet niemanden unmittelbar zu einer neuen Heizung. Sie zeigt vielmehr auf, welche
Möglichkeiten für die zukünftige Wärmeversorgung bestehen können und schafft damit frühzeitig eine wichtige Grundlage für persönliche Entscheidungen und langfristige
Planungssicherheit.
Gleichzeitig wird geprüft, wie bestehende Infrastruktur langfristig wirtschaftlich, nachhaltig und zukunftsfähig weiterentwickelt werden kann. Viele dieser Maßnahmen benötigen eine
langfristige Planung. Sie werden Schritt für Schritt vorbereitet, Fördermöglichkeiten geprüft und anschließend im Rahmen der finanziellen und personellen Möglichkeiten
umgesetzt.
Auch der Ausbau der Windenergie wird unsere Gemeinde in den kommenden Jahren beschäftigen. Viele grundlegende Entscheidungen werden dabei auf anderen Ebenen getroffen und liegen nicht
allein in der Hand der Gemeinde. Mir ist wichtig, diesen Prozess transparent zu begleiten, die Interessen der Menschen vor Ort einzubringen und dort, wo Gestaltungsmöglichkeiten
bestehen, für möglichst hohe Akzeptanz und einen größtmöglichen Nutzen für unsere Gemeinde zu sorgen. Dazu gehört auch, Chancen zu nutzen, damit Wennigsen langfristig von dieser
Entwicklung profitieren kann.
Mit der zunehmenden Bedeutung der Elektromobilität wächst auch der Bedarf an Ladeinfrastruktur im Gemeindegebiet.
In den vergangenen Jahren wurden deshalb weitere Standorte für Ladesäulen vorbereitet und entwickelt. Ziel bleibt, die Infrastruktur Schritt für Schritt auszubauen und mit der
Entwicklung der Elektromobilität mitzuhalten.
Die Gemeinde betreibt die Ladesäulen dabei nicht selbst, sondern begleitet die Entwicklung gemeinsam mit Unternehmen und weiteren Partner*innen. Weitere Standorte und Ausschreibungen
werden vorbereitet.
Neben großen Infrastruktur- und Energieprojekten tragen auch viele kleinere Maßnahmen dazu bei, unsere Gemeinde Schritt für Schritt an die Folgen des Klimawandels anzupassen.
Dazu gehören beispielsweise öffentliche Trinkwasserspender an stark frequentierten Orten und Treffpunkten. Auch bei der Gestaltung öffentlicher Plätze, Grünflächen und neuer
Baugebiete werden Themen wie Hitze, Trockenperioden und Starkregen künftig stärker mitgedacht.
Auch solche Maßnahmen leisten einen Beitrag dazu, Aufenthaltsqualität, Gesundheitsvorsorge und Lebensqualität in unserer Gemeinde langfristig zu sichern und weiterzuentwickeln.
