Fördermittel spielen bei vielen kommunalen Projekten eine wichtige Rolle. Gleichzeitig werden Förderprogramme immer umfangreicher und organisatorisch anspruchsvoller.
Grundsätzlich sollten Städte und Gemeinden so ausgestattet sein, dass notwendige Aufgaben verlässlich finanziert werden können. Tatsächlich ist jedoch weiterhin damit zu rechnen, dass
viele Projekte auch künftig nur mit Unterstützung durch Förderprogramme umgesetzt werden können.
Deshalb wurden Verwaltungsabläufe und Zuständigkeiten im Bereich Fördermittel neu organisiert und stärker strukturiert. Gleichzeitig bleibt hier weiterer Entwicklungsbedarf, weil
Förderprogramme, Nachweise und Antragsverfahren immer komplexer werden.
Dabei geht es nicht darum, möglichst viele Projekte allein wegen möglicher Fördermittel umzusetzen. Entscheidend bleibt, welche Maßnahmen langfristig sinnvoll, notwendig und für die
Gemeinde tragfähig sind.
Fördermittel sollen gezielt dort genutzt werden, wo sie konkrete Verbesserungen ermöglichen und notwendige Entwicklungen sinnvoll unterstützen.
Digitalisierung verändert die Arbeit in der Verwaltung kontinuierlich und eröffnet neue Möglichkeiten für einen besseren Bürgerservice.
Bereits seit vielen Jahren wurden digitale Ratsarbeit, elektronische Haushaltsunterlagen und weitere digitale Prozesse schrittweise ausgebaut. Dadurch konnten Abläufe übersichtlicher
gestaltet und Papierverbrauch reduziert werden.
Auch die Einführung elektronischer Akten wird schrittweise weiter vorangebracht. Gleichzeitig wurden digitale Angebote für Bürgerinnen und Bürger erweitert, unter anderem durch
Online-Terminvergaben und den digitalen Mängelmelder.
Über den Mängelmelder können Bürgerinnen und Bürger Hinweise und Probleme direkt an die zuständigen Stellen weitergeben. Gleichzeitig wird sichtbar, ob ein Thema bereits gemeldet wurde
und wie der jeweilige Bearbeitungsstand ist. Dadurch entstehen mehr Transparenz und eine bessere Nachvollziehbarkeit für Verwaltung und Bürgerschaft.
Die Terminvergabe im Bürgerbüro hat sich grundsätzlich bewährt und sorgt für besser planbare Abläufe. Gleichzeitig zeigt sich im Alltag, dass zusätzlich auch kurzfristige und spontane
Anliegen verlässlich möglich bleiben müssen, beispielsweise bei der Abholung von Ausweisdokumenten oder anderen dringenden Angelegenheiten.
Deshalb müssen Service, Erreichbarkeit und Abläufe kontinuierlich überprüft und weiterentwickelt werden, um planbare Termine und flexible Lösungen im Alltag besser miteinander zu
verbinden.
Gerade das Bürgerbüro ist für viele Menschen der wichtigste Kontakt zur Gemeindeverwaltung. Deshalb müssen bestehende Abläufe regelmäßig überprüft und weiterentwickelt werden. Service,
Erreichbarkeit und Wartezeiten müssen kontinuierlich überprüft und gemeinsam mit den Mitarbeitenden weiter verbessert werden. Mein Anspruch bleibt, dass Anliegen möglichst unkompliziert,
bürgernah und verlässlich erledigt werden können.
Eine moderne Verwaltung bedeutet für mich auch, Bürgerinnen und Bürger frühzeitig, verständlich und transparent zu informieren. Mein Ziel ist es, Informationen künftig noch umfassender,
aktueller und verständlicher bereitzustellen, um wichtige Entwicklungen nachvollziehbar zu machen. Dazu soll die Homepage grundlegend überarbeitet und übersichtlicher gestaltet werden,
damit Informationen schneller gefunden und Zusammenhänge verständlicher dargestellt werden können. Ergänzend sollen bestehende Informationsangebote wie das Mitteilungsblatt, der Dorffunk
und die Kommunikation über soziale Medien Schritt für Schritt weiterentwickelt und sinnvoll miteinander verknüpft werden. So sollen möglichst viele Menschen auf dem für sie passenden Weg
erreicht werden.
Gerade deshalb bleiben Kommunikation, Zusammenarbeit, Serviceorientierung und eine leistungsfähige Verwaltung auch künftig zentrale Aufgaben. Mir ist wichtig, digitale Möglichkeiten
konsequent für einen besseren Bürgerservice zu nutzen und Verwaltungsabläufe Schritt für Schritt weiter zu verbessern. Dazu gehören der weitere Ausbau digitaler Angebote ebenso wie neue
Technologien, beispielsweise Künstliche Intelligenz, die Mitarbeitende unterstützen und Verwaltungsabläufe vereinfachen können. Digitalisierung, Service und interne Prozesse möchte ich
deshalb auch in den kommenden Jahren kontinuierlich weiterentwickeln. Dabei gehört es für mich auch dazu, regelmäßig zu hinterfragen, was bereits gut funktioniert und wo wir für
Bürgerinnen und Bürger noch besser werden können.
Die Kläranlage gehört zu den wichtigsten technischen Infrastrukturen der Gemeinde. Gleichzeitig bestand dort über viele Jahre erheblicher Modernisierungsbedarf.
Notwendige Investitionen konnten nicht länger verschoben werden. Teilweise befanden sich technische Anlagen in einem Zustand, der eine grundlegende Erneuerung erforderlich machte.
Deshalb wurden in den vergangenen Jahren umfangreiche Modernisierungen vorbereitet und umgesetzt. Gleichzeitig konnte die wasserrechtliche Genehmigung langfristig gesichert werden.
Mit der Beteiligung von Avacon Wasser wurde zusätzliche technische Expertise eingebunden, während die Gemeinde weiterhin beteiligt bleibt und Verantwortung trägt.
Die Modernisierung verbessert nicht nur Betriebssicherheit und Energieeffizienz, sondern schafft zugleich wichtige Voraussetzungen für weitere Entwicklungen bei Wohnungsbau, Gewerbe und
Infrastruktur.
Gleichzeitig tragen die Modernisierungsmaßnahmen dazu bei, den Energieverbrauch der Anlage deutlich zu reduzieren und Gebühren langfristig möglichst stabil zu halten. Die Investitionen
dienen damit nicht nur der technischen Erneuerung, sondern auch einer langfristig wirtschaftlichen und verlässlichen Infrastruktur.
Für mich zeigt die Kläranlage auch, dass solide Finanzen, technische Modernisierung und Klimaschutz gemeinsam gedacht werden müssen.
Kommunen stehen heute vor erheblichen finanziellen und organisatorischen Herausforderungen. Schulen, Kitas, Ganztag, Feuerwehr, Flüchtlingsunterbringung, Infrastruktur und technische
Einrichtungen bringen große Investitionen mit sich.
Viele dieser Maßnahmen entstehen dabei nicht aus freiwilligen Luxusprojekten, sondern aus gesetzlichen Pflichtaufgaben und notwendigen Modernisierungen.
Gerade im Bereich Schulen, Kinderbetreuung, Feuerwehr oder Ganztag bestehen klare gesetzliche Anforderungen, die Kommunen erfüllen müssen. Gleichzeitig haben sich Sicherheits-, Bau- und
Brandschutzvorschriften in den vergangenen Jahrzehnten erheblich verändert.
Bei Feuerwehrhäusern ergeben sich viele Anforderungen beispielsweise aus Vorgaben der Feuerwehr-Unfallkasse. Hinzu kommen baurechtliche Vorschriften und moderne Sicherheitsstandards, die
heute bei öffentlichen Gebäuden berücksichtigt werden müssen.
Das führt dazu, dass öffentliche Gebäude heute deutlich andere Anforderungen erfüllen müssen als noch vor mehreren Jahrzehnten. Ziel bleibt dabei, notwendige Standards wirtschaftlich und
langfristig tragfähig umzusetzen.
Wenn Dächer undicht werden, technische Anlagen an ihre Grenzen kommen oder Sicherheitsvorgaben nicht mehr erfüllt werden können, lassen sich notwendige Maßnahmen nicht unbegrenzt weiter
verschieben. Gleichzeitig haben steigende Baukosten, Fachkräftemangel und zusätzliche Anforderungen viele Projekte erheblich verteuert. Verschiebungen hätten viele Maßnahmen langfristig
zusätzlich verteuert und erschwert.
Deshalb bleibt es wichtig, Prioritäten nachvollziehbar zu setzen, Projekte Schritt für Schritt vorzubereiten und kommunale Infrastruktur langfristig funktionsfähig zu halten.
Auch Kommunalverwaltungen stehen zunehmend vor Herausforderungen bei Fachkräftegewinnung, Personalbindung und dem demografischen Wandel.
Deshalb wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, um die Verwaltung als Arbeitgeber attraktiver zu machen. Dazu gehören Fortbildungen, Führungskräfteentwicklung,
regelmäßige Gespräche mit Mitarbeitenden und Personalrat sowie Angebote wie Jobticket, Hansefit, Jobrad, mobiles Arbeiten und Homeoffice.
Auch Ausbildung und Nachwuchsgewinnung spielen eine wichtige Rolle. Perspektivgespräche, Fortbildungsangebote und langfristige Entwicklungsmöglichkeiten sollen dazu beitragen,
Mitarbeitende zu halten und neue Fachkräfte zu gewinnen.
Gerade in einer Zeit großer Projekte zeigt sich, wie wichtig eine stabile, engagierte und leistungsfähige Verwaltung ist. Viele Entwicklungen in der Gemeinde wären ohne die Arbeit und den
Einsatz der Mitarbeitenden nicht möglich.